Alles Valide oder was?
Warum Validität nicht alles ist
Man ließt überall in Fachmagazinen, Blogs oder bei SEOs das es unbedingt wichtig ist seine Webseite in Validen xHTML und CSS zu erstellen damit man besser von Google bewertet wird und einen besseren Rankingfaktor erhält.
Es ist richtig das Webseiten Validen xHTML und CSS Quellcode besitzen sollen, jedoch sollte man meiner Meinung ein paar Kleinigkeiten berücksichtigen bei der Erstellung und Validierung der Webseite.
Wollen wir zuerst ein kleines Beispiel bringen in Sachen CSS Validierung.
In der noch in Entwicklung befindlichen CSS3 Spezifikation gibt es die Möglichkeit Runde Ecken in Umrandungen (und auch einfachen Boxen) zu erstellen, hierzu benutzt man die CSS3 Eigenschaft border-radius.
Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um eine CSS3 Spezifikation die der W3C noch nicht als Festen Standard implementiert hat und sich somit in Entwicklung befindet.
Dies hat leider zur folge das nicht alle Browser diese Eigenschaft unterstützen, allen voran der Internet Explorer.
Für einige Browser gibt es daher spezielle Browser weichen die je nach Browser Engine angesprochen werden. Hier 2 Beispiele:
Browser auf Gecko-Basis, wie z.B. der Firefox oder Netscape: -moz-border-radius
Browser auf Webkit Basis, wie z.B. der Safari oder Chrome: -webkit-border-radius
Diese Browser Spezifischen Angaben sind nicht Bestandteil des W3C und werden somit im CSS Validator als Invalide Ausgegeben. Sollte man deshalb auf diesen Effekt verzichten und diesen mittels Grafik Realisieren? Diese frage klären wir Später.
Die Browser Hersteller bemühen sich, nach dem Sie nun die CSS2.1 Spezifikation vollständig übernommen haben, die CSS3 Implementierung vorzunehmen, was natürlich dazu führt, das die Browser Spezifischen Angaben nach und nach entfallen.
So beherrscht der Firefox ab Version 4 oder aber Opera ab 10.5 die vom W3C vorgesehene CSS3 Eigenschaft border-radius ohne Browser Spezifische Anweisung. Somit meckert der CSS Validator auch nicht, sofern dieser nach CSS3 Validiert.
Aber sollte man nun deswegen auf solche Gestaltungsmöglichkeiten verzichten?
Meine Meinung dazu ist ganz klar NEIN!
Wenn man Besuchern unnötige Ladezeiten durch zusätzliche Grafiken für Runde Ecken ersparen möchte, sollte man auch die Browser Spezifischen Eigenschaften nutzen und diese dinge im Validator berücksichtigen (als nicht tatsächlichen Fehler).
Bisher konnte ich bei meinen Projekten (oder Kundenprojekte) auch keinen Nachteil in Sachen Google und Co! Nachvollziehen, daher halte ich es auch für ein Gerücht das Google invalide Seiten (sofern Sie nicht wirklich invalider sind) schlechter bewertet.
Das gleiche Beispiel gilt meines Erachtens auch in Sachen xHTML. Natürlich sollte man schauen das das xHTML Gerüst Valide ist und somit auch Fehlerfrei, jedoch sollte man bei gewissen Attributen, wie z.B. role= eine Ausnahme machen und dieses nicht als Fehler ansehen.
Fazit!
Modernes Webdesign sollte nicht anhand solcher Kleinigkeiten Leiden.
Den unerfahren Leuten muss beigebracht werden, das Validität wichtig ist, jedoch nicht das A&O ist, denn es gibt durchaus Invalide Elemente die Ihre Berechtigung haben und nur durch eine langsame Entwicklung Seitens des W3C ausgebremst wird.

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